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Leer -  Um die Zukunft der Energiewende ging es bei einem Gespräch zwischen dem SPD-Bundestagsabgeordneten Markus Paschke (Wahlkreis Unterems) und Vertretern der EWE Netz-GmbH.Das Projekt „Enera“, bei dem der Energieversorger EWE mit finanzieller Hilfe des Bundes Ostfriesland zu einer Modellregion für den effizienten Einsatz von Energie entwickeln will, bezeichneten die EWE-Netz-Fachleute als „nächsten Schritt der Energiewende in Ostfriesland“.

Anlass für das Gespräch waren die Schwierigkeiten von Biogasanlagenbesitzern in der Region, die darunter leiden, dass ihre Anlagen abgeschaltet werden, wenn zu viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt und eine Überlastung des Stromnetzes droht. Das Problem:  Durch die Abschaltung leidet das Ökosystem in der Anlage.

Eine gesetzliche Lösung könnte ein Weg sein, hieß es in dem Gespräch. Unter anderem wird darüber diskutiert, ob die Biogasanlagen nur soweit gedrosselt werden, dass die Ökologie im System nicht leidet. Helfen könnte es auch, wenn bei einem Strom-Überangebot eine größere Anzahl  erneuerbarer Energien wechselseitig abgeschaltet werden, um die Betreiber gleichmäßiger zu belasten.

Die Experten von EWE Netz berichteten, dass Biogasanlagen rund 50 Prozent des erneuerbaren Stroms im Netzgebiet von EWE Netz liefern und im Unterschied zu Wind und Sonne gleichmäßig ohne Unterbrechungen oder Schwankungen produzieren.

Das Grundproblem ist der Ausbau des Netzes

Die Vertreter von EWE Netz sehen das Grundproblem derzeit darin, dass der Ausbau des bundesweiten Hoch- und Höchstspannungsnetzes  nicht schnell genug vorankommt und damit das gesetzlich geregelte Notfall-Einspeisemanagement auf Verlangen vorgelagerter Netzbetreiber immer häufiger zu Abschaltungen von Anlagen bei EWE Netz führe. Dies betrifft auch Biogasanlagen. Dieser Umstand gefährde langfristig die energiepolitischen Zielstellungen.

Grundsätzlich glauben sie an einen Erfolg der Energiewende und weisen darauf hin, dass u. a. das Gasnetz viel stärker als Speicher für Energie genutzt werden könnte. „Das Gasnetz kann wie eine riesige Batterie funktionieren", sagte der Leiter Erneuerbare Energien bei EWE Netz, Dr. Osman Kurt.

Neben Speichern sollten auch verstärkt regionale Anreize für den Einsatz von flexiblen Technologien in Betracht gezogen werden. EWE Netz nannte als Beispiele ein dynamisches Einspeisemanagement oder die Kopplung von Strom- und Wärmesektor für die Nutzung von lokalen Überschussenergien. Hier fehlten aber derzeit noch klare politische Signale in Richtung EWE Netz,  als Systemdienstleister im Interesse der Region aktiv zu werden. In der gerade anlaufenden Digitalisierung des Stromnetzes sehen sie insgesamt große Chancen und Herausforderungen.

Das Projekt "enera" ist der nächste große Schritt

Der nächste große Schritt der Energiewende in Niedersachsen stellt das Projekt „enera“ dar, sagte Netzregionsleiter Hermann Cordes. In einer ostfriesischen Modellregion soll in der Realität gezeigt werden, wie das Energiesystem durch den Einsatz intelligenter Technologien zukunftsfähig gestaltet und effizienter betrieben werden kann. Das Projekt mit 75 Partnern wird mit voraussichtlich rund 50 Mio. Euro vom Bund gefördert und wird von der EWE AG angeführt.

„Wir sind in einer entscheidenden Phase und können die Entwicklung steuern", sagte Paschke. Der Abgeordnete und die Experten von EWE Netz  wollen wegen der aktuellen Entwicklungen und Gesetzesvorhaben im engen Kontakt bleiben.

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