Suchen...

Note

Von der Ems zur Spree

 

Unser Newsletter erscheint in monatlicher Ausgabe:

Download als PDF

Anmeldung Newsletter

SPD Niedersachsen Nachrichten

Like

Für Sie
vor Ort

Hier finden Sie weitere Infos über unsere Arbeit:

SPD Landkreis Leer

SPD Emsland

Für Sie im Landtag

Der direkte Kontakt zu:

Johanne Modder

Wiard Siebels

Für Sie für Europa

Der direkte Kontakt zu:

Tiemo Wölken

Note

Besuchen
Sie mich


Bitte hier anmelden:

Besuch im Wahlkreis

Besuch in Berlin

 

Praktikum bei Markus Paschke

Leer - „Unser Gesundheitswesen ist ohne die freien Berufe gar nicht denkbar. Darum dürfen wir sie nicht vernachlässigen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Paschke. Der Sozialdemokrat war Gast beim Ergotherapeuten-Stammtisch im „Taraxacum“ in Leer. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Versorgungssituation durch die Ergotherapeuten.

Knapp 20 Ergotherapeuten aus Norden, Esens, dem Landkreis Leer und dem nördlichen Emsland schilderten dem Abgeordneten die Probleme ihres Berufsalltags. Zunehmender Fachkräftemangel, Kosten und Qualität der Ausbildung und die große Abhängigkeit der Ergotherapeuten von den Ärzten waren die zentralen Themen des Abends.

Die SPD-Bundestagsfraktion setze sich von jeher für eine gute und zeitgemäße Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten mit Heil- und Hilfsmitteln ein, machte Paschke deutlich. Außerdem solle die Stellung der Physio- und Ergotherapeuten im Gesundheitssystem aufgewertet werden, um die Attraktivität der Therapieberufe zu steigern und den wachsenden Anforderungen an die Heilmittelerbringer gerecht zu werden. Zudem habe man geplant, die sogenannte „Blankoverordnung“ einzuführen.

Dabei erfolge die Verordnung eines Heilmittels weiter durch den Arzt. „Über Auswahl, Ablauf und Dauer der Therapie entscheiden aber die Heilmittelerbringer“, sagte Markus Paschke.

Die Ergotherapeuten kritisierten, dass ein Teil der Ärzte über Richtlinien nicht ausreichend informiert seien. Auch müssten viele Verordnungen von den Ergotherapeuten überprüft werden. „Das ist für uns ein großer bürokratischer Aufwand“, so die Kritik.

Damit die Qualität der Ausbildung verbessert werden kann, brachten die Teilnehmer eine Akademisierung des Berufsstandes ins Gespräch. „Ich favorisiere mehr die duale Ausbildung. Das sollte als eine Möglichkeit ins Auge gefasst werden, die Qualität und die Attraktivität des Berufsstandes zu steigern“, entgegnete Markus Paschke. Zwar sei die Möglichkeit der hochschulischen Ausbildung wichtig, um die Therapeutenberufe auch im Verhältnis zu anderen Branchen für den Berufsnachwuchs auf Dauer attraktiv zu halten, so der Abgeordnete. Es sei wichtig, die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten, sagte Pasche.

Neben den Ausbildungsfragen standen auch die Forderungen nach angemessener Vergütung im Mittelpunkt des Gesprächs mit den Abgeordneten. Die gegenwärtige Vergütung sei angesichts der Preissteigerungen nicht ausreichend, so ein Aspekt der Ergotherapeuten. So seien die Gehälter von Ergotherapeuten in stationären Einrichtungen deutlich höher als die Vergütungen in den freien Praxen, sagten die Teilnehmer des Gesprächs. Die privat zu zahlenden Ausbildungskosten von mehr als 20.000 Euro ständen in keinem Verhältnis zum erzielbaren Einkommen.

„Sie haben mich in diesem Gespräch auf zahlreiche Probleme in ihrem Berufsalltag aufmerksam gemacht. Ich werde ihre Sorgen in die Gremien in Berlin einbringen“, sagte Markus Paschke am Ende des mehr als zweieinhalbstündigen Gesprächs. Der Sozialdemokrat forderte die Ergotherapeuten auf, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. „Ich komme gerne wieder“, so Paschke.

Text als PDF

nach-oben nach oben