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Leer – Caren Marks verteilte keine Patentrezepte, wie man Jugendliche zum Mitmachen in der Politik bewegen kann. Die gebe es nämlich nicht. Aber die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium nannte in der Jugendherberge in Leer zwei Punkte, bei denen etwas geschehen muss: „Wir müssen den Jugendlichen mehr zutrauen und wir müssen ihnen mehr Zeit geben.“

Marks war auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Markus Paschke nach Leer gekommen, um mit Jugendlichen über das Thema „Jugend beteiligen – Demokratie stärken“ zu reden und zu diskutieren. Sie bezog auch einige Zwölfjährige mit ein, die gerade in der Jugendherberge übernachteten.

Das Zeitproblem begegne ihr immer wieder, sagte Marks: „Kinder und Jugendliche sind heute schon kleine Manager, die viele Verpflichtungen haben und oft nicht mehr wissen, was wirklich wichtig ist.“ Darum habe sie sich auch sehr darüber gefreut, dass die niedersächsische Landesregierung die Schulzeit an Gymnasien wieder auf neun Jahre verlängert habe. Damit habe man den Jugendlichen Zeit geschenkt – Zeit sich auszuprobieren und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

Bei der anschließend von Markus Paschke moderierten Diskussion ging es auch um Jugendparlamente. „Ich kenne viele Beteiligungsformen für Jugendliche, die gut funktionieren. Genauso vielen fehlt es aber auch an der notwendigen Durchsetzungskraft“, sagte Marks. Jugendvertretungen aller Art – ob als Jugendparlament bei einer Kommune oder als Schülervertretung – müssten echte Verantwortung bekommen, beispielsweise in Form eines kleinen Budgets, über das sie selber verfügen können.

In der Diskussion stellten Jugendliche auch die Frage, ob mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer nicht einen zu großen Stellenwert in der Diskussion haben. „Für die Entwicklung eines politischen Interesses sind Schulen ganz wichtig“, sagte ein junger Zuhörer, „Gesellschaftswissenshaften sind daher von großer Bedeutung.“ Es gehe um die Frage, so Paschke, „ob Schulen junge Menschen für den Arbeitsmarkt oder die Gesellschaft ausbilden.“ Eine gute Mischung, so Marks, sei dabei das Beste. 

Die SPD, so meinten Marks und Paschke, müsse selber ihre Hausaufgaben machen. Wenn man Jugendlichen mehr Verantwortung geben wolle, dann müssen man zum Beispiel junge Kandidaten besser auf den Listen für Mandate auf kommunaler, Landes- und Bundesebene platzieren.

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